FAHRRADkultur Erfolgsgeschichten

RegioVelo - Frisches Obst und Gemüse per Rad direkt ins Büro

02.04.2013 – Ein Fahrrad ist schneller am Ziel als ein Lieferwagen. Schon allein, weil die lästige Parkplatzsuche entfällt. Diesen Vorteil nutzt der Fahrrad-Lieferservice RegioVelo. Kunden wählen aus dem vielfältigen Angebot von Dirks Bio-Kisten. Die Früchte der Region werden individuell für eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung zusammengestellt. Die RegioVelo-Piloten, Langzeitarbeitslose aus Mannheim, liefern unmittelbar an die Haustür oder den Arbeitsplatz. Das ist nicht nur praktisch - es ist auch noch gut für die Umwelt. Das Geschäftsmodell entwickelten und realisieren Studenten von Enacta.

Aus Gewohnheit greifen wir zu Tomaten, zu Gurke, zu Salat. Nur selten experimentieren wir mit außergewöhnlichen Gemüsesorten. Daher kommt vermutlich das Vorurteil, vegetarisch / vegan zu essen sei langweilig. Weit gefehlt! Bio-Kisten variieren wöchentlich mit unterschiedlichen Sorten an Obst und Gemüse. Mindestens 49 Anbieter gibt es in Deutschland. Sie schließen sich zum Verband “Ökokiste“ zusammen.

Einer davon ist Dirk Agena. Seit 1995 liefert er Biowaren in die Rhein-Neckar-Region. Was seinerzeit noch bequem in einen VW Passat passte, ist zu einem Unternehmen mit 16 Mitarbeitern gewachsen. Das Angebot von Dirks Bio-Kiste umfasst heute eine breite Palette an frischem, regionalem, Obst und Gemüse, Milch- und Molkereiprodukten, Getränken sowie einem großen Sortiment an Naturkostwaren.

Ökogemüse lokal produziert und fair gehandelt

Die Waren aus ausschließlich kontrolliertem Anbau stellt sein Team vier Tage pro Woche zu. Das Ökogemüse wird von Demeter- oder Biolandbauern aus dem Umland erzeugt. Die Kleinbauern pflanzen auch alte Sorten an, die ursprüngliche Gene enthalten. So wird Überzüchtung vermieden. Die Artenvielfalt bleibt erhalten.

Fairer Handel findet für Dirk Agena nicht nur in Brasilien, Equador oder “irgendwo in Übersee” statt, sondern direkt vor der Haustür. Ein sinnvolles Preis-Leistungs-Verhältnis trägt nicht zuletzt dazu bei, dass sich der Betrieb auf die hohe Qualität der Produkte verlassen kann.

Kurze Transportwege und Auslieferung per Rad

Regionalität und Biodiversität sind nicht das Einzige, das der Ökokisten-Lieferant für den Schutz der Natur und der Arten unternimmt. Beim Zusammenstellen der Abos achtet er auf kurze Transportwege. Auf einer Liefertour von 20 km versorgt sein Team bis zu 30 Kunden. Die Fahrstrecke für den individuellen Einkauf all dieser Haushalte zusammengenommen, wäre um ein Vielfaches länger.

Es geht noch pfiffiger: Die Biokisten in die Mannheimer Quadrate, die Neckarstadt und in den Jungbusch liefert ein studentisches Unternehmen mit dem Fahrrad. Jeweils mittwochs plus freitags rollt ihr RegioVelo und überholt so manchen motorisierten Lieferservice.


Quelle: © 2012 RadKULTUR Baden-Württemberg, Stadt Mannheim in Kooperation mit dem Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg


Jeder kennt die Vorteile des Fahrradfahrens im Dschungel der Großstadt. Lästige Parkplatzsuche und Staus lassen sich clever umfahren. Die RegioVelo-Mitarbeiter bewegen sich mit ihren umweltfreundlichen Transportfahrrädern spielend leicht im Mannheimer Stadtverkehr. Sie – und mittelbar auch die Kunden – vermeiden umweltschädliche CO2-Emissionen.

Die RegioVelo-Piloten stellen die gewünschte Lieferung vor der Haustür oder an einem individuell abgesprochenen Ort, zum Beispiel im Büro, ab. Das ist sehr praktisch für den ständig unter Zeitdruck stehenden Großstädter.

Gemeinwohl und Nachhaltigkeit durch Kooperation

Die Idee zu RegioVelo wurde 2010 von Studenten der internationalen Organisation Enactus entwickelt. In Biotopia fanden sie einen Kooperationspartner für die Realisierung. Als Betreiber der Fahrradstation am Mannheimer Hauptbahnhof richtet die gemeinnützige Gesellschaft nicht nur zahlreiche Gebrauchtradmärkte aus – sie unterstützen das Enacta-Team mit ihrem technischen Know-how.

Als lokaler Arbeitsförderungsbetrieb bieten Biotopia gemeinsam mit RegioVelo Langzeitarbeitslosen eine sinnvolle Wirkungsstätte als Radkurier. So treten die RegioVelo-Piloten nicht nur kräftig in die Pedale – sie fanden den Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt.

Gute Ideen verbreiten – RegioVelo jetzt auch anderswo

Seit kurzem ist das Projekt RegioVelo als Franchisemarke etabliert. Enactus räumen Lizenznehmern die Nutzungsrechte für die Marke ein und unterstützen sie bei ihren Geschäften. Im Gegenzug verpflichten sie sich, die Idee nachhaltig umzusetzen. Grundpfeiler sind dabei: Umweltschutz, Einstellung von im Arbeitsmarkt Benachteiligten und die ausschließliche Lieferung von Waren aus biologischem oder regionalem Anbau.

Die Mannheimer Studenten hoffen durch das Franchise-System einen größeren gesellschaftlichen Erfolg erreichen zu können. BioVelo ist ein vor kurzer Zeit gestarteter Ableger in Karlsruhe. Sie hoffen jedoch in Zukunft die Idee in viele weitere Städte zu bringen.

Mit diesem Blog möchte ich meinen Beitrag dazu leisten. Gern stellen wir auch den persönlichen Kontakt zu RegioVelo her. Wir freuen uns über zahlreiche Nachahmer und unterstützen ebenfalls in der Umsetzung.

Eure,

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