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Gesund, kreativ, motiviert - Mit dem Fahrrad zur Arbeit

03.07.2013 – Gesundheit und Wohlbefinden sind die Basis, auf der wir leben. Wir spüren dies deutlich, wenn wir mit Einschränkungen zurechtkommen müssen. Genauso wertvoll ist uns heute Zeit. Sie verfliegt schnell und will sinnvoll genutzt sein. Insofern sind Optionen interessant, bei denen wir beides miteinander in Einklang bringen können. Fahren wir mit dem Rad ins Büro, in die Werkstatt und zum Kunden, haben wir ein Fitness- und Erholungsprogramm pragmatisch in den Alltag integriert. Idealerweise bekommen wir dabei Rückenwind von unserem persönlichen Umfeld, zum Beispiel unserem Arbeitgeber.

Menschen, die ihren Beruf mit Freude ausüben, sind nicht nur produktiv – sie sind findig. Mit Herausforderungen gehen sie kreativ um. Sie sind stress-resitent und gelassener. Sie streben nach effizienten Prozessen, verbessern den Service und leisten ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg aus einer hohen inneren Motivation heraus.

Die Basis für diese Energie für die Arbeit liegt im Wohlfühlen im eigenen Körper. Die individuelle Vitalität hat direkte Auswirkungen auf die Schaffenskraft. Wann fühlen sich Mitarbeiter am Arbeitsplatz wohl? Nun, dazu tragen nicht nur Ergonomie, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit bei, sondern auch das Arbeitsklima, Führungskultur und Wertschätzung.

Eine Unternehmenskultur in diesem Sinne zu fördern, ist auf verschiedenste Weise möglich. Wie in vielen Bereichen rund um Nachhaltigkeit können schon mit einzelnen, einfachen Maßnahmen Veränderungen angestoßen werden. Mir liegt dabei das Thema Fahrradfreundlichkeit besonders am Herzen.

Hier Beispiele für Maßnahmen und Aktionen, wie Mitarbeiter zu Alltagsradlern beflügelt werden:

  • Im Intranet Informationen für RadfahrerInnen anbieten (zum Beispiel mit Fahrrad-Kaufberatung, den steuerlich geförderten Leasing-Angeboten, einem virtuellen “Schwarzen Brett” der “Rad-Initiativen” sowie einer Linksammlung mit nützlichen Tipps).
  • Persönliche und virtuelle Vernetzung der RadlerInnen im Unternehmen fördern: beispielsweise in Form eines organisierten Radler-Frühstücks / Radler-Vesper und entsprechende Listen in den unternehmensinternen Adressbüchern.
  • Sommerausflug der Abteilung(en) mit dem Fahrrad organisieren.
  • Fahrrad-Notfall-Ausrüstung zur Verfügung stellen: Flickzeug, Luftpumpen usw. (Wer etwas entnommen hat, ersetzt es wieder. Eine Gruppe Verantwortlicher prüft in regelmäßigen Abständen auf Vollständigkeit.)
  • Sicherheitsprüfungen, Rad-Codierung und Reparaturen für Fahrräder anbieten (z. B. als Aktionstag/e)
  • Rad fahren auf dem Betriebsgelände erlauben.
  • Fortbildung organisieren – idealerweise angeboten in Kooperation von externen mit eigenen Mitarbeitern (z. B. Pflege und Wartung fürs Rad, Ergonomieberatung, Rad fahren für Erwachsene, Auffrischung der StVO-Regeln usw.)
  • Aktive RadlerInnen in unternehmensinternen Medien porträtieren. Auf diese Weise wird gleichzeitig eine Vertrauenskultur und gegenseitige Wertschätzung für die Arbeit des Einzelnen gefördert.
  • Radroutenplanung mit guter Anbindung an das Radverkehrsnetz in Kooperation von externen Beratern und eigenen Mitarbeitern sowie Geschäftsfreunden im selben Gewerbegebiet initiieren.

Viele der Aktionen sind mit wenig Aufwand schnell zu realisieren. Unter den begeisterten Alltagsradlern im Unternehmen die Ideengeber, Mitstreiter und ersten aktiven Nutzer zu finden, ist leicht – sofern sie von Anfang an in die Aktionen einbezogen werden und mitgestalten können. Viele Maßnahmen werden so zum Selbstläufer, gewinnen an Umsetzungsenergie.

Spätestens aus den ersten Erfolgen finanziert, werden dann die – unter Umständen nötigen – Investitionen in die betriebliche Fahrrad-Infrastruktur mit vereinten Kräften entwickelt und realisiert. Beispielsweise:

  • Überdachte und sichere Abstell-Anlagen für Fahrräder.
  • Umkleidemöglichkeiten und idealerweise Gardaroben mit Dusche und Trockenräumen.
  • Sicherer und komfortabler Zugang zum Betriebsgelände auch für Radler.

Der wirtschaftliche, soziale und ökologische Nutzen von Fahrradfreundlichkeit

Die „Nebenwirkungen“ von RADkultur-Aktionen beeinflussen den langfristigen Unternehmenserfolg. Insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen und ökologischen Entwicklung lohnt es sich, sich mit Fahrradfreundlichkeit im Rahmen des betrieblichen Mobilitäts- und Gesundheitsmanagements zu beschäftigen.

Viele der Maßnahmen sind mit geringen Kosten zu realisieren und entfalten mit der Zeit einen großen wirtschaftlichen Vorteil. Nur ein paar der relevanten Zahlen, Daten und Fakten (Quellen am Ende des Artikels):

  • Zufriedene, motivierte Mitarbeiter können bis zu 45% mehr Innovationskraft erreichen.
  • Die Qualität der Ergebnisse steigt je höher die emotionale Bindung an das Unternehmen ist:
Durchschnittlich 41% Qualitätssteigerung und dadurch 10% zufriedenere Kunden.
  • Bei einem mittelständischen Unternehmen mit 500 engagierten Mitarbeitern steckt in einer höheren Arbeitszufriedenheit das Potenzial für einen Mehrgewinn in Höhe von 260.000 Euro jährlich.
  • Weniger Arbeitsunfälle und Krankheitstage. Studien ergaben, dass in fahrradfreundlichen Unternehmen ein Krankheitstag pro Mitarbeiter jährlich weniger zu Buche schlägt…
  • … wodurch sich ebenso die Entgeldfortzahlungskosten senken lassen: 63% der Kosten konnten laut AOK-Studie bei den 46 teilnehmenden Firmen erreicht werden.
  • Mehr emotionale Bindung bedeutet auch weniger Fluktuation – wodurch der enorme Wissensschwund im Unternehmen und Folgekosten durch Einarbeitungszeiten deutlich reduziert werden können.
  • Verbesserte Kommunikation und Gefühl von Zusammengehörigkeit im Unternehmen – ein Wert in sich – …
  • … was zwangsläufig auch zu mehr Zeit für die Umsetzung von Projekten, für Geschäftspartner und Kunden durch weniger interne „Reibungsverluste“ führt und so die Motivation noch einmal steigert.
  • Sehr hohes Einsparungspotenzial in der betrieblichen Infrastruktur, angefangen vom Platzbedarf bis hin zu Spritkosten und Kosten für CO2-Zertifikate.
  • Viele positive Gewinne in der Gemeinwohl-Bilanz des Unternehmens.

Fahrradfreundlichkeit – ein wertvoller Beitrag im betrieblichen Gesundheits- und Mobilitätsmanagement

Die Fahrrad-Freundlichkeit des eigenen Unternehmens näher in Augenschein zu nehmen, ist also eine lohnenswerte Maßnahme im betrieblichen Gesundheits- und Mobilitätsmanagement. Mit FAHRRADkultur-Aktionen kann dem persönlichen Engagement des Einzelnen Wertschätzung entgegen gebracht werden. Schaffen Sie Rückenwind für die Radler und Ihre Belegschaft wird gesünder.

Mit Rückenwind für Radkultur: Eine eigene betriebliche Rad-Infrastruktur aufbauen. Diensträder in den Fuhrpark aufnehmen. Mitarbeitern Leasing für ihr Rad anbieten. Dies alles lohnt sich wirtschaftlich. Schon um die Kosten für die betriebliche Mobilität langfristig zu senken. Selbst wenn auch nur ein Teil der Belegschaft die Maßnahmen annimmt – alle profitieren im Endeffekt davon.

Ich wünsche viel Freude an der Umsetzung dieser Ideen. Wir stehen gern mit Rat und Tat zur Seite.


Quellen und weiterlesen:

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FAHRRADkultur - Freude am Radfahren

Alltagsradler sind leistungsfähiger und fröhlicher. Gemeinsame Radtouren stärken den Teamgeist und beflügeln das Arbeitsklima. Die Bewegung an der frischen Luft weckt die Kreativität und stärkt gleichzeitig die Gesundheit, Zufriedenheit, Motivation und Zugehörigkeit zum Unternehmen.

Mit der Regelung, dass Fahrräder Kraftfahrzeugen steuer-rechtlich gleichgestellt sind, ergeben sich zudem völlig neue Möglichkeiten für das Betriebliche Mobilitätsmanagement.

Wir fördern daher die Freude am alltäglichen Radeln zur Arbeit und den damit verbundenen Marktchancen in allen Branchen. Für die Freude am Alltagsradeln.

Zündende Ideen für FAHRRADkultur

Entspannt zur Arbeit? Mit Begeisterung und hoher Leistung durch den Tag? Radfahren wirkt sich positiv auf das individuelle Wohlbefinden und die Gesundheit aus.

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